Forschungsfeld 2

Studie zur Psychodynamischen Therapie von Zwangserkrankungen

Projekttitel: Studie zur psychodynamischen Therapie von Zwangserkrankungen/ Psychodynamic Therapy for Obsessive-Compulsive Disorder

Akronym: PDT-OCD-Studie

 

Kurzbeschreibung

Menschen mit Zwangssymptomen leiden oftmals unter Gedanken und/oder Handlungsimpulsen, die sich ihnen aufdrängen, etwa sich häufig zu waschen, Dinge zu ordnen, zu zählen, zu kontrollieren, z. B. ob der Herd ausgeschaltet oder die Tür abgeschlossen ist.
Diese Zwangsgedanken, Zwangsbefürchtungen und/oder Zwangshandlungen sind meist mit einem großen Leidensdruck verbunden. Immer wieder tauchen die quälenden Gedanken und Handlungsimpulse auf, gegen die Betroffene scheinbar nichts tun können. Wenn sie den Zwängen nicht nachgeben, bekommen sie enorme Angst.

Die Zwangserkrankung ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die der Behandlung bedarf. Psychotherapie ist hier die Behandlung der Wahl. Eine ausgeprägte Zwangserkrankung lässt sich ohne psychotherapeutische Hilfe kaum aus eigener Kraft überwinden. Psychotherapie kann bei Zwangserkrankungen hilfreich sein und dazu beitragen aus dem Gefühl der Ohnmacht herauszukommen, wenn es gelingt einen anderen Blick auf unlösbar scheinende Probleme zu finden.

PDT-OCD-Studie

Von den bisher existierenden Behandlungen für Zwangserkrankungen profitieren viele Betroffene nicht ausreichend. Aus diesem Grund haben wir eine neue Form der Psychotherapie entwickelt, die spezifisch auf die Behandlung der Zwangserkrankung zugeschnitten ist (psychodynamische Therapie von Zwangserkrankungen, PDT-OCD). Mit der PDT-OCD-Studie untersuchen wir – an zwei Zentren in Deutschland – die Wirksamkeit psychodynamischer Psychotherapie bei Zwangserkrankungen. Zu diesem Zweck vergleichen wir im Rahmen der geplanten Studie Patienten/Patientinnen mit Zwangserkrankungen, die an einer psychotherapeutischen Behandlung teilnehmen mit Patienten/Patientinnen, die zunächst auf eine Warteliste gesetzt werden und noch nicht an einer Therapie teilnehmen. Die Wartegruppe erhält jedoch die Möglichkeit, telefonisch Kontakt zu halten und kann etwa ein halbes Jahr nach Beginn der Studienteilnahme ebenfalls mit derselben Therapie beginnen.
Die angebotene Therapie wird als Einzeltherapie mit bis zu 24 Sitzungen durchgeführt.

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Projektverantwortliche

Gießen/Göttingen:
Prof. Dr. Falk Leichsenring, Universität Gießen
Prof. Dr. Christiane Steinert, Universität Gießen, MSB Medical School Berlin

Frankfurt am Main:
Prof. Dr. Heinz Weiß, Robert-Bosch-Krankenhaus/Sigmund-Freud-Institut
Dr. Lorena Asseburg, Sigmund-Freud-Institut
Dipl.-Psych. Lisa Kallenbach, Sigmund-Freud-Institut
Dipl.-Psych. Constanze Rickmeyer, Sigmund-Freud-Institut

Consultant

Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber

Ansprechpartner/-innen

Behandlungszentrum Frankfurt
Sigmund-Freud-Institut Frankfurt, in Kooperation mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart

Kontakt Frankfurt:
Dr. Lorena Asseburg
Telefon 069 97 12 04 - 127
E-Mail OCD-studie@sigmund-freud-institut.de

Leitungszentrum Gießen mit Behandlungszentrum in Göttingen
Abteilungen Psychosomatik und Psychotherapie der Universitäten Gießen und Göttingen

Kontakt Gießen:
Frau Feix (Sekretariat)
Telefon 0641 99 45 66 1

Kontakt Göttingen:
Prof. Dr. Günter Reich
Telefon 0551 39 55 01
Telefax 0551 39 54 97

ProbandInnen gesucht!

Wir suchen Menschen, die an der Studie teilnehmen möchten

Wer kann teilnehmen?

Wenn Sie …

  • zwischen 18 und 65 Jahre alt sind
  • unter Gedanken oder Handlungsimpulsen leiden, die sich Ihnen zwanghaft aufdrängen und Ihre Lebensqualität einschränken
  • bereit sind, neben der Behandlung auch Fragebögen auszufüllen und Gespräche über die Therapie zu führen
  • bereit sind, sich zufällig einer der beiden Bedingungen (Warte- oder Behandlungsbedingung) zuordnen zu lassen

… können Sie sich bei dem Studienzentrum melden, das Ihrem Wohnort am nächsten gelegen ist.

Innerhalb kurzer Zeit werden Sie mit einem der Ansprechpartner der Studie sprechen (s. u. "Kontakt").

Dieses Erstgespräch dient vor allem einer genauen Diagnostik. Sie erhalten ausführliche Informationen zur PDT-OCD-Studie und Sie können entscheiden, ob Sie daran teilnehmen möchten.

Selbstverständlich können Sie Ihre Teilnahme an der Studie jederzeit widerrufen, ohne dass Ihnen hierdurch Nachteile entstehen. Ihre Therapeutin/Ihr Therapeut und die beteiligten Forscherinnen und Forscher unterliegen der Schweigepflicht. Der Datenschutz wird eingehalten.