Forschungsarchiv

Konzeptbildung im psychodynamischen Coaching

Projekttitel:
Konzeptbildung im psychodynamischen Coaching: Mikroanalysen von Coaching-Sitzungen
 

Zusammenfassung

Unter den Beratungsformaten hat Coaching in den letzten Jahren die größte Aufmerksamkeit erhalten. Den einen gilt es als effektive Methode, berufliche Probleme kreativ und gesundheitsbewusst zu bewältigen, anderen als nicht minder effektive Methode, sich den überzogenen Leistungserwartungen eines zunehmend flexibilisierten Arbeitslebens kritiklos anzupassen. Was davon zutrifft, ist nicht genau zu sagen, weil es bislang an wissenschaftlichen Untersuchungen zu dieser bislang wenig professionalisierten Beratungsform fehlt. Zwar sind die ersten Coaching-Fachzeitschriften entstanden, das Forschungsfeld ist aber längst nicht befriedigend abgesteckt. Coaching wird unter Rekurs auf unterschiedliche Bezugstheorien betrieben. Und so gibt es zahlreiche Coaches, die ihrem Anspruch nach psychodynamisch arbeiten. Was das konkret heißt, wurde in diesem Projekt untersucht. Materialgrundlage waren Transkripte von Beratungssitzungen, die von den jeweiligen Berater/innen als psychodynamisches Coaching verstanden wurden. Es bildete sich eine Forschungsgruppe, die den Interaktionsprozess zwischen den Coaches und ihren Coachees untersuchte und dabei vor allem die Interventionsstrategien fokussierte. Ziel waren genaue Beschreibungen, die die Arbeitsweise von psychodynamischen Coaches transparent werden ließen und gegebenenfalls nützen konnten, entsprechende Fortbildungen zu verbessern. Darüber hinaus interessierte, welche Wissensbestände der Psychoanalyse in die Coaching-Praxis Eingang fanden.
 

Kontakt

Ullrich Beumer
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