Ritalin im Alltag

Ausführliche Projektbeschreibung

Das Projekt ist eine sozialwissenschaftliche Ergänzung der Forschungsaktivitäten, die das SFI zum Thema „Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung“ bisher durchgeführt hat, um geeignete Präventionsmaßnahmen für Kindergarten und Schule zu entwickeln. In diesem Projekt kommen erstmals die Kinder selbst ausführlich zu Wort: Auf kindgerechte Weise werden Jungen im Alter von 7 bis 14 Jahren befragt, welche Erfahrungen sie mit den Psychopharmaka machen, die sie einnehmen. Insbesondere interessiert, welche Auswirkungen ihre Medikation auf die Entwicklung ihres Selbstbildes hat. Es wird angenommen, dass die Verordnung und die Einnahme der Medikamente keine rein instrumentellen Handlungen sind, sondern kommunikative Handlungen, die eine bestimmte soziale Beziehung gestalten, insbesondere eine zwischen den Generationen. Welche Beziehung das im Einzelnen ist, hängt von der Bedeutung ab, welche die Jungen dem Medikament in Auseinandersetzung mit ihren signifikanten Bezugspersonen selbst zuschreiben Diese Bedeutungen werden Sinn verstehend rekonstruiert und im Rahmen einer Theorie der psychopharmakologischen Medikation als moderne Sozialisationspraxis interpretiert.
 

Ansprechpartner/-innen

Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl
Telefon 069 971204-146
Telefax 069 971204-150
E-Mail haubl
@sigmund-freud-institut.de

Projektdaten

Informationen zu Laufzeit, Beteiligten und Förderung etc. sowie die Ansprechpartner finden Sie -> hier.