Forschungsfeld 1

Therapiewirksamkeitsstudie hyperaktiver Kinder

Projekttitel:
Ergebnisse psychotherapeutischer Behandlungen von Kindern mit hyperaktiven Störungen und Störung des Sozialverhaltens (F90, F91)

Projekttyp: Psychotherapie-Wirksamkeitsstudie

Akronym: Frankfurter ADHS Wirksamkeitsstudie
 

Kurzbeschreibung

Ausgangspunkt bildete die -> Frankfurter Präventionsstudie. Diese zeigte u.a., dass einige Kindergartenkinder aus bildungsfernen Schichten dringend psychotherapeutische Hilfe benötigen, aber kaum den Weg zum niedergelassenen Therapeuten oder einer Ambulanz finden. Im Rahmen der Präventionsstudie gelang es, mit fünf solcher Kinder eine Therapie durchzuführen. Die Diagnostik zu Beginn der therapeutischen Intervention machte deutlich, dass die meisten dieser Kinder Störungen der Aufmerksamkeit, der Hyperaktivität und des Sozialverhaltens aufweisen.

Aufbauend auf den Erfahrungen der Frankfurter Präventionsstudie mit psychosozial auffälligen Kindern untersucht die Frankfurter ADHS Wirksamkeitsstudie mit einem prospektiven, kontrollierten Forschungsdesign die Frage, wie wirksam die psychoanalytische Langzeittherapie bei Kindern mit der Diagnose bei der Diagnose „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ (ADHS) und/oder Störungen des Sozialverhaltens ist.
Erstmalig ermöglicht das Studiendesign einen Vergleich der Wirksamkeit von  psychoanalytischer Langzeitbehandlung mit drei Gruppen: a) der verhaltenstherapeutisch/ medikamentösen b) der niederfrequenten kinderpsychiatrischen Behandlung und einer c) unbehandelten Kontrollgruppe für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren mit der IDC-10 Diagnose F90.0, F90.1, F91.3.

Die multiperspektivische Eingangsdiagnostik (t-prä) erfasst die Sicht des Kindes, der Eltern und der Lehrer/Erzieher mit folgenden Instrumenten: Diagnostiksystem für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter (DISYPS-KJ), Child Behavior Check List (CBCL), Teachers Report Form (TRF), Conners Eltern- und Lehrerfragebögen (CPRS, CTRS), Cultural Fair Test (CFT), Fragebogen zum Verhalten des Kindes während der Untersuchung (VWU), Inventar zur Erfassung der Lebensqualität des Kinder aus der Sicht des Kindes, der Eltern und Therapeuten (ILK-E, IKL-K, ILK-Th), die zur Postmessung (t-post) und Katamnese (t-kat) (in der Interventionsgruppe ein Jahr nach Ende der Therapie und in den Vergleichsgruppen zwei Jahre nach Beginn der Therapie) wiederholt wird.

 

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Ansprechpartner/-innen

Dr. Katrin Luise Läzer
E-Mail laezer
@sigmund-freud-institut.de

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Projektdaten

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