Langzeittherapie bei chronischen Depressionen (LAC)

Informationen für Therapeuten

 

 

Chronische Depression - Die Krankheit

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Für ihre psychiatrisch-psychopharmakologische und psychotherapeutische Behandlung stehen einerseits moderne, wirksame Verfahren zur Verfügung. Andererseits lassen die hohen Chronifizierungs- und Rückfallraten darauf schließen, dass noch ungenügend geklärt ist, wer mit welcher Depression zu welchem Zeitpunkt und womit am wirksamsten zu behandeln ist.

Psychotherapie - Die therapievergleichende LAC-Studie

Um diese Frage zu untersuchen, führt eine schulenübergreifende, interdisziplinäre Forschergruppe eine umfangreiche, prospektive Therapievergleichsstudie durch. Es werden psychoanalytische Psychotherapien (PAT) und kognitiv-behaviorale Psychotherapien (KBT) der Regelversorgung verglichen, um deren kurz- und langfristige Effekte sowie deren Stabilität auch über die Behandlung hinaus zu erfassen.

In regionalen Netzwerken werden niedergelassene Psychoanalytiker und tiefenpsychologisch-fundierte Therapeuten, Verhaltenstherapeuten, Psychiater, Fachärzte für psychosomatische Medizin und Allgemeinmedizin, aber auch die entsprechenden Ambulanzen der verschiedenen Kliniken und Beratungsstellen integriert.

Für Patienten, die über diese Netzwerke von der Studie erfahren, stehen umfassende diagnostische, beratende und behandlungsvorbereitende Maßnahmen und Therapieplätze bei ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten zur Verfügung. Anerkannte Qualitätszirkel unterstützen diese Maßnahmen.

Forschung - Wie Sie mitarbeiten können

Im Rahmen der Studie „Langzeittherapie chronischer Depression“ (LAC) untersuchen wir beide Formen der Therapie – PAT und KBT. Um zu gesicherten Ergebnissen zu kommen, suchen wir für die Durchführung der LAC-Studie Patienten, die bereit sind im Laufe der Behandlung Fragebogen auszufüllen und Gespräche über die Therapie zu führen. So können Verlauf und Ergebnis der Behandlung beobachtet und vergleichen werden.

Ärzte und Psychotherapeuten, mit ausreichend Berufserfahrung (mind. 2 Jahre) können mitarbeiten, indem sie Patientinnen und Patienten, die an einer chronischen Depression leiden, in die Studie einbringen. Geeigneten Patientinnen und Patienten können wir über die Zentren Behandlungsplätze vermitteln.

Selbstverständlich können die Patientinnen und Patienten ihre Teilnahme an der Studie jederzeit widerrufen. Therapeuten und Forscher unterliegen der Schweigepflicht. Der Datenschutz wird eingehalten.

Wenn Sie selbst als Studientherapeut Behandlungen durchführen, organisieren wir begleitende zertifizierte Qualitätszirkel.

Alle Informationen finden Sie hier noch einmal zum -> Download.
 

Ansprechpartner/-innen

Prof. Marianne Leuzinger-Bohleber
Sekretariat: Renate Stebahne
Telefon 069 798-25509
E-Mail m.leuzinger-bohleber
@sigmund-freud-institut.de

PD. Dr. Ulrich Bahrke
Telefon 069 798-25517
E-Mail bahrke
@sigmund-freud-institut.de

Telefax 069 798-25507

Ausführliche Projektbeschreibung

Informationen zu Aufgabenstellung, Ziel und Methodik sowie dem aktuellen Stand des Projekts finden Sie -> hier.