Arbeit und Leben in Organisationen 2011

Ausführliche Projektbeschreibung

In der Analyse von Non-Profit- und Profit-Organisationen (Krankenhäusern, Schulen, Behörden, Wirtschaftsunternehmen …) verweisen Konzepte wie „Entgrenzung von Arbeit“ und „Subjektivierung von Arbeit“ auf tief greifende Veränderungen, die in den letzten Jahren im Zuge einer globalen Flexibilisierung stattgefunden haben. Das Projekt nutzt die Erfahrungen von Beraterinnen und Beratern (Supervisoren, Coaches, Organisationsentwickler), die langjährig auf diesen Feldern tätig sind, um mit Hilfe von qualitativen Interviews dichte Beschreibungen darüber anzufertigen, welche psychosozialen Belastungen diese Veränderungen zur Folge haben und wie sie von den Organisationsmitgliedern bewältigt werden. Die Untersuchung ist als Verlaufsuntersuchung angelegt und wird dem entsprechend in regelmäßigen – zweijährigen – Abständen wiederholt. Am Ende jedes Untersuchungszeitraums steht ein Gutachten, das die Projektgruppe der Öffentlichkeit vorstellt.

Nach dem Erfolg einer ersten Studie “Arbeit und Leben in Organisationen” aus dem Jahre 2008 führen die Forschungspartner TU Chemnitz und Sigmund-Freud-Institut Frankfurt/Main derzeit eine erneute Erhebung zu den psychosozialen Folgen einer veränderten Arbeitswelt durch. 30 Tiefeninterviews, Gruppendiskussionen und eine Befragung aller 3.700 Mitglieder der DGSv liefern die Datengrundlage der Studie, deren Ergebnisse auf der Tagung “Riskante Arbeitswelten” am 29.2./01.3.2012 in der Evangelischen Akademie Tutzing öffentlich vorgestellt und diskutiert wurden, es folgen im Juni 2012 und im September 2012 wissenschaftliche Veröffentlichungen.


Die vollständige Ergebnisdarstellung aus 2008 findet sich in einem bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienenen wissenschaftlichen Band „Riskante Arbeitswelt im Spiegel der Supervision“.
 

Projektdaten

Informationen zu Laufzeit, Beteiligten und Förderung etc. sowie die Ansprechpartner finden Sie -> hier.