Arbeitskreis Politische Psychologie (DVPW)

Sprecher

Prof. Dr. phil. Hans-Joachim Busch, Diplom-Soziologe
(zusammen mit Prof. Dr. Angelika Ebrecht-Laermann, FU Berlin)
 

Vorstellung

Der Arbeitskreis Politische Psychologie innerhalb der Dt. Vereinigung für politische Wissenschaft (DVPW) besteht seit 1973. Er wurde von Klaus Horn, dem langjährigen Leiter der Abteilung für Sozialpsychologie am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt, gegründet und bis zu seinem Tod 1985 geleitet; danach übernahmen Hans-Joachim Busch und Johann August Schülein die Geschäftsführung. Der Arbeitskreis veranstaltet in jedem Frühjahr (in der Regel Ende April/Anfang Mai) eine 2-tägige öffentliche Tagung im Sigmund-Freud-Institut. Darüber hinaus beteiligt sich der Arbeitskreis auch an den im Turnus von 2 bis 3 Jahren stattfindenden Kongressen der DVPW und hält dort eine Sitzung ab. Dem Arbeitskreis gehören zahlreiche Mitglieder verschiedener Disziplinen an, Soziologen, Politologen, Psychologen, Psychoanalytiker sowie Vertreter anderer geisteswissenschaftlicher Fächer.

Die Arbeit innerhalb dieser Gruppierung, in der Hauptsache gestützt auf die Kooperation von Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie, hatte und hat noch immer zwei Merkmale:

Das eine ist ein dezidiert kritisches und selbstreflexives Verständnis von politischer Psychologie. Themen und Theorien, aber auch die eigene Arbeitsweise werden immer wieder auf ihre Bedingungen und Folgen hin analysiert, das Experimentieren mit Methoden und der Mut, sich auf schwieriges Terrain zu begeben, werden gefördert.

Das andere ist die offene und interdisziplinäre Struktur der Arbeit. Es werden stets Kontakte mit allen sozial- und humanwissenschaftlichen Disziplinen (von der Politikwissenschaft bis zur Ethnologie, von der Soziologie bis zur Geschichtswissenschaft) gesucht und auch gepflegt.

Entsprechend hat der Arbeitskreis auch nicht den Charakter eines traditionellen akademischen Forums mit rigider Struktur, sondern präsentiert sich als Medium eines - nicht immer geradlinigen, oft schwierigen, aber nie langweiligen - Diskurses. Zur Mitarbeit wird ausdrücklich eingeladen.

Mitarbeit und Mitgliedschaft
 
Eine Mitarbeit und Mitgliedschaft im AK Politische Psychologie ist jederzeit möglich und erwünscht. Bedingung sind eine dezidierte psychoanalytische Orientierung der eigenen wissenschaftlichen Arbeit sowie eine Mitgliedschaft in der DVPW. Von den Mitgliedern des AK wird die Teilnahme an der Jahrestagung und die Mitarbeit bei einem Planungstreffen erwartet, die einmal im Jahr stattfinden. Eine Teilnahme an den Veranstaltungen des AK Politische Psychologie im Rahmen der DVPW-Kongresses ist wünschenswert. 
 
Wenden Sie sich bei Interesse bitte in jedem Fall an Dr. Jan Lohl
lohl@sigmund-freud-institut.de
 


  

Veranstaltung des Arbeitskreises Politische Psychologie

Arbeitkreis Politische Psychologie (DVPW)
39. Jahrestagung 2014
Politik light. Zur Sozialpsychologie des Merkelismus
Frankfurt, Campus Westend der Goethe-Universität, Hörsaalzentrum (HZ 5)
26./27. April 2014
 
 

Letzte Veröffentlichungen

Politische Psychologie. Hg. von Hans-Joachim Busch und Johann August Schülein. psychosozial 22 (1999), Heft 1, Nr. 75

Zeitgemäßes über Krieg und Tod. Hg. von Angelika Ebrecht und Emilio Modena. psychosozial 24 (2001), Heft 2, Nr. 84

Schöne neue Cyberwelt? Zum Strukturwandel von Subjektivität in der digitalen Gesellschaft. Hg. von Hans-Joachim Busch und Robert Heim. psychosozial 25 (2002), Heft 3, Nr. 89

Sprache, Sinn und Unbewußtes. Zum 80. Geburtstag von Alfred Lorenzer.
Hg. von Hans-Joachim Busch, Marianne Leuzinger-Bohleber und Ulrike Prokop. (Psychoanalytische Beiträge aus dem Sigmund-Freud-Institut, Bd. 10). Tübingen: Edition diskord, 2003

Die Intimisierung der Öffentlichkeit. Zur Psychologie und Politik eines Strukturwandels. Hg. von Hans-Joachim Busch u. Angelika Ebrecht-Laermann. psychosozial 28 (2005), Heft 1, Nr. 99

Zeitschrift Freie Assoziation, 9. Jg. (2006), Heft 3
(mit Beiträgen der 32. Jahrestagung 2006: 150. Geburtstag Sigmund Freuds - "Die Gegenwart einer Illusion")

Zeitschrift Freie Assoziation, 10. Jg. (2007), Heft 2
(mit Beiträgen des Forums „Psychoanalyse und Politik“ auf der Tagung „Die Stimme des Intellekts ist leise ...“ (S. Freud),
Internationale Tagung zum 150. Geburtstag Sigmund Freuds 3.-5.11.2006 in Frankfurt a.M.)

Unterwegs in der vaterlosen Gesellschaft. Zur Sozialpsychologie Alexander Mitscherlichs. Hg. von Robert Heim und Emilio Modena. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2008

Liebe im Kapitalismus. Hg. von Hans-Joachim Busch und Angelika Ebrecht. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2008

Unheimliche Wiedergänger? Zur Politischen Psychologie des NS-Erbes in der 68er-Generation. Hg. von Markus Brunner, Jan Lohl. psychosozial 34 (2011), Heft 2, Nr. 124
 

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