Schriften des Sigmund-Freud-Instituts, Reihe 2
Die Reihe „Schriften des Sigmund-Freud-Instituts“, herausgegeben von Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber und Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl, erscheint im Verlag -> Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen).
Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog
Gisela Greve
Leben in Bildern. Psychoanalytisch-biographische Kunstinterpretationen
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts. Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 12) Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2010
EURO 24,90 - ISBN 978-3-525-45185-4
Gisela Greve interpretiert Werke der bildenden Kunst aus psychoanalytischer Sicht. Das Schwergewicht der Deutungsmethode liegt auf dem biographischen Zugang. Einleitend erörtert Greve die besonderen Möglichkeiten wie auch Grenzen dieses Deutungsverfahrens. Im Zentrum steht die Aufdeckung von unbewussten Zusammenhängen zwischen den lebensgeschichtlichen Hintergründen der Künstler und ihrer Werke. Durch Aufspüren von inneren Konflikten und ihrer kreativen Verarbeitung wird das Verständnis für die Kunstwerke erweitert und vertieft. Verborgene Gefühle, unbewusste Ängste, Konflikte und Abwehrformen, die sich in den künstlerischen Arbeiten niedergeschlagen haben, werden entschlüsselt. In den kritischen Analysen der Schöpfungen von Francisco Goya, William Turner, Edvard Munch, Lyonel Feininger, Max Beckmann und Anselm Kiefer lassen sich mit der Verwendung von verfügbarem biographischem Material neue Aspekte ihrer Kunst entdecken. Damit trägt dieses Buch auch zum interdisziplinären Dialog in der Kunstinterpretation bei.
Inhalt
Einleitung
Francisco Goya (1746–1828): Rebellion und Exekution
William Turner (1775–1851): Schreckliche und schöne Welt in William Turners Landschaftsbildern
Edvard Munch (1863–1944): Der »Lebensfries«. Bilder vom Leben, von der Liebe und vom Tod
Lyonel Feininger (1871–1956): Die zwei Welten des Lyonel Feininger
Max Beckmann (1884–1950): Erstarrte Trauer. Elend, Gewalt und Tod im Nachkriegswerk
Max Beckmanns
Anselm Kiefer (*1945): Verborgene Schuld. Über einige Kunstwerke Anselm Kiefers
Bildnachweis
Literatur
Marianne Leuzinger-Bohleber, Paul-Gerhard Klumbies (Hg.)
Religion und Fanatismus. Psychoanalytische und theologische Zugänge
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts. Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 11) Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2010
EURO 37,90 - ISBN 978-3-525-45184-7
Nach dem 11. September 2001 hat sich das Thema »Religion und Fanatismus« mit Vehemenz ins öffentliche Bewusstsein gedrängt. Wir sind mit dem Phänomen konfrontiert, dass es vor allem orthodoxe und konservative Strömungen in den verschiedenen Weltreligionen sind, die heute Zulauf haben. Fundamentalistische Überzeugungen üben eine neue Attraktivität vor allem auf Jugendliche und Spätadoleszente aus. Die Ideologie eines religiösen Exklusivitätsanspruchs stempelt den Anderen zum Ungläubigen, der vernichtet und ausgelöscht werden kann oder sogar muss. Diese Logik ruft archaische Formen von Aggression und Gewalt hervor, die eine große Verunsicherung und Angst verbreiten.
In diesem Buch nehmen Psychoanalytiker und Theologen die psychologischen, individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Hintergründe von religiösem Fanatismus und grenzenloser Gewalt in den Blick. In diesem interdisziplinären Dialog sind die einen Experten im Verstehen unbewusster Phantasien und Konflikte, die sich in mörderischer Gewalt manifestieren können. Die anderen verfügen über ein spezifisches Wissen zum Verhältnis des Christentums zur Gewalt sowie zur Auseinandersetzung zwischen den Weltreligionen – sowohl in der Vergangenheit als auch in der globalisierten Gegenwart.
Beiträge von Reiner Anselm, Göttingen / Werner Bohleber, Frankfurt a. M. / Jorge Canestri, Rom / Mahrokh Charlier, Frankfurt a. M. / M. Fakhry Davids, London / Mario Erdheim, Zürich / Peter Fonagy, London / Abigail Golomb, Tel Aviv / Vera Kattermann, Berlin / Fakhri Khalik, Frankfurt a. M. / Tom Kleffmann, Kassel / Paul-Gerhard Klumbies, Kassel / Marianne Leuzinger-Bohleber, Kassel und Frankfurt a. M. / Ilse Müllner, Kassel / Reinhard Nolle, Kassel / Aydan Özdaglar, Freiburg / Werner H. Ritter, Bamberg / Sigrid Scheifele, Frankfurt a. M. / Luise Schottroff, Mainz, Kassel und Berkeley, USA / Charles B. Strozier, New York / Stuart Twemlow, Houston / Sverre Varvin, Oslo / Kerstin Weike-Bierbüsse, Kassel.
Klaus Röckerath, Laura Viviana Strauss, Marianne Leuzinger-Bohleber (Hg.) Verletztes Gehirn – Verletztes Ich. Treffpunkte zwischen Psychoanalyse und Neurowissenschaften
Mit einem Vorwort von Mark Solms
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts. Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 10) Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2009
EURO 29,90 - ISBN 978-3-525-45182-3
Die psychoanalytische Arbeit mit neurologisch geschädigten Patienten hat einige Besonderheiten zu beachten. Menschen etwa mit einem Schlaganfall in der rechten Hirnhälfte erleiden häufig eine Lähmung der linken Extremitäten und somit eine motorische Behinderung. Typischerweise können diese Patienten einen Neglect zeigen: Sie blenden die Wahrnehmungen aus dem linken Gesichtsfeld aus – sie nehmen nur die Hälfte der Welt wahr, obwohl sie subjektiv den Eindruck haben, die Welt wäre so vollständig wie immer. Ebenso findet sich bei ihnen oft das Phänomen der Anosognosie: Sie sind der festen Überzeugung, sie seien gar nicht halbseitig gelähmt. Diese Phänomene sind für Psychoanalytiker von besonderem Interesse, da sie an psychische Abwehrformen wie etwa die Verleugnung erinnern, die aus der psychoanalytischen Arbeit mit neurologisch nicht beeinträchtigten Patienten bekannt sind. Die Autoren gehen der Frage nach, inwieweit sich eine Hirnschädigung auf die Ich-Funktionen der Person auswirkt und welche Konsequenzen sie für die Persönlichkeit des Patienten hat. Anhand von psychoanalytischen Krankengeschichten wird gezeigt, wie sich unterschiedliche organische Veränderungen in der Psyche des Patienten und im therapeutischen Prozess bemerkbar machen. Das Anliegen des Buches ist es, Ergebnisse aus der Zusammenarbeit von Psychoanalyse und Neurowissenschaften nutzbar zu machen.
Gisela Greve
Bilder deuten. Psychoanalytische Perspektiven auf die Bildende Kunst
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts. Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 9) Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2009
EURO 19,90 - ISBN 978-3-525-45182-3
Anhand verschiedener psychoanalytischer Zugangswege lassen sich Kunstwerke aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen neuartig deuten. Bilder von Andy Warhol werden beispielsweise mit Hilfe von Formdeutungen, Werke von Joseph Beuys mit einer biographisch orientierten Interpretation verständlicher. Das Phänomen der Reverie, des träumerischen Ahnens – ein alter kunsthistorischer Begriff –, wird in einer Untersuchung der Seerosen-Bilder von Claude Monet mit einer psychoanalytischen Auffassung von Reverie verglichen. Durch einen solchen interdisziplinären Brückenschlag zwischen Psychoanalyse und Kunstwissenschaft werden die eigenen fachinternen Grenzen überschritten und es gelingt ein vertieftes und zugleich erweitertes Verstehen von Werken der bildenden Kunst.
Stephan Hau
Unsichtbares sichtbar machen. Forschungsprobleme in der Psychoanalyse
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts. Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 8) 2., korrigierte Aufl. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2009
EURO 39,90 - ISBN 978-3-525-45181-6
Psychoanalytische Forschung hat eine lange Tradition. Dies gilt besonders für die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Behandlungskonzepte. In diesem Buch wird anhand mehrerer Beispiele der interdisziplinäre Forschungsdialog beschrieben, der für die Psychoanalyse als Wissenschaft unumgänglich ist. Als roter Faden dient der Traum als Forschungsgegenstand. Aus ihm lassen sich Erkenntnisse über unbewusste Wahrnehmungs-, Denk-, Erinnerungs- und Verarbeitungsprozesse gewinnen. Experimentelle Traumforschung im Labor, Traumanalysen aus klinischen Behandlungen, der Einsatz von Datenbanken und ausgefeilten Untersuchungstechniken für manifeste Traumtexte bis hin zur Verwendung von modernen bildgebenden Verfahren aus der Hirnforschung ermöglichen unterschiedliche Erkenntnisse über diese nichtsichtbaren inneren Prozesse.
Dieses Buch ist ein Streifzug durch psychoanalytische Forschungszusammenhänge, wodurch die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen deutlich werden.
Rolf Haubl, Tilmann Habermas (Hg.)
Freud neu entdecken. Ausgewählte Lektüren
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts, Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 7) Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2008
EUR 29,90 - ISBN 978-3-525-45167-0
Die zentralen Begriffe Freuds gehören heute zum Allgemeinwissen, seine wichtigsten Einsichten zum Common Sense. Zugleich gelten viele seiner Theorien als überholt. Dieser Band rückt den Autor Sigmund Freud in den Mittelpunkt, den Theorienbauer, den Rhetoriker, den einfallsreichen Bastler. In neun Beiträgen werden einzelne Texte Freuds zur Re-Lektüre vorgeschlagen. In manchen Beiträgen dienen sie als Ausgangspunkt zu einem systematischen Überblick – beispielsweise über die Geschichte des Begriffs des Unbewussten oder über Methoden psychoanalytischer Kunstdeutungen. Andere Beiträge setzen sich detailliert mit dem Text und den Windungen der Freud’schen Argumentation auseinander, um so Anregungen für Beiträge zu aktuellen Diskussionen in Psychoanalyse, Soziologie, Literaturwissenschaft, Geschlechterforschung, Kriminologie und Psychologie zu liefern.
Timo Hoyer (Hg.)
Vom Glück und glücklichen Leben. Sozial- und geisteswissenschaftliche Zugänge.
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts, Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 6) Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2007
EUR 42,90 - ISBN 978-3-525-45180-9
Das Glück ist in aller Munde. Das Bedürfnis nach dem Glück und der Wunsch nach einem glücklichen Leben sind offenkundig groß, wie etwa die stark nachgefragte Ratgeber-Literatur mit ihren Versprechen von Glücksformeln verrät. Meist machen es sich diese Bücher jedoch zu einfach mit ihrem Gegenstand: Was Glück bedeutet, wie oder ob überhaupt das Streben danach zu befriedigen ist, wird seit Jahrhunderten kontrovers diskutiert. Zur fundierten Auseinandersetzung mit Glücksvorstellungen, Glückserwartungen und Glücksversprechungen tragen in diesem Werk verschiedene sozial- und geisteswissenschaftliche Disziplinen bei. Die Beiträge eröffnen psychoanalytische, psychologische, philosophische, erziehungswissenschaftliche, religionswissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven auf das Glück und das glückliche Leben.
Ralf Zwiebel, Annegret Mahler-Bungers (Hg.)
Projektion und Wirklichkeit. Die unbewusste Botschaft des Films
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts, Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 5) Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2007
EUR 29,90 - ISBN 3-525-45179-2
Die psychoanalytische Betrachtung von Spielfilmen ruft wachsendes Interesse in der Fachwelt wie auch beim interessierten Publikum hervor, verspricht sie doch tiefergehende und aufschlussreichere Erkenntnisse als übliche Filminterpretationen. Dieser Band gibt eine aktuelle Standortbestimmung der Filmpsychoanalyse, die mit einer Vielfalt von Ansätzen und auch mit methodischen Unsicherheiten zu kämpfen hat. Nach einer theoretischen Annäherung zur Beziehung von Film und Psychoanalyse wird am Beispiel einzelner Filme der zentrale Aspekt von Innen- und Außenwelt diskutiert. Unterschiedliche Deutungsansätze für Polanskis Film „Der Mieter“ zeigen die Vielfalt psychoanalytisch orientierter Filmbetrachtung.
Marianne Leuzinger-Bohleber, Yvonne Brandl, Gerald Hüther (Hg.)
ADHS – Frühprävention statt Medikalisierung. Theorie, Forschung, Kontroversen
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts; Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 4) Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2006
EUR 34,90 - ISBN 3-525-45178-4
Dieses Buch setzt sich auf fachwissenschaftlicher Ebene sowohl mit der Diagnose als auch mit der Behandlung von ADHS auseinander. Die einen plädieren für einen verstehenden und therapeutischen Umgang mit dem betroffenen Kind, während andere in einer medikamentösen Behandlung das Mittel der Wahl sehen.
Marianne Leuzinger-Bohleber, Rolf Haubl, Micha Brumlik (Hg.)
Bindung, Trauma und soziale Gewalt. Psychoanalyse, Sozial- und Neurowissenschaften im Dialog
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts; Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 3) Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2006
EUR 38,90 - ISBN 3-525-45177-6
Nur durch das Zusammenarbeiten von Experten unterschiedlicher Fachgebiete kann das Phänomen zunehmender Aggressivität und Gewaltbereitschaft bei Kindern in seinen komplexen Ursachen analysiert werden und Prävention erfolgreich sein.
Klaus Herding, Gerlinde Gehrig (Hg.)
Orte des Unheimlichen. Die Faszination verborgenen Grauens in Literatur und bildender Kunst
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts; Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 2) Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2006
EUR 29,90 - ISBN 978-3-525-45176-2
Zum ersten Mal wird Sigmund Freuds zentrales Werk »Das Unheimliche« (1919) nicht nur von psychoanalytischer und literaturwissenschaftlicher, sondern zugleich von kulturgeschichtlicher Seite aus kritisch gesichtet. Dabei werden Freuds Thesen für die Erforschung von reichhaltigem Material aus bildender Kunst und Literatur gewinnbringend angewendet. Das Spektrum reicht von der französischen Malerei und Literatur des 19. Jahrhunderts über Symbolismus und Surrealismus bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Doch auch sozialhistorisch bedeutsame Phänomene, wie die Ausbildung autoritärer Mythen im kreativen Kontext und die Rezeption des künstlerischen Schaffens psychisch Kranker, werden auf Aspekte des Unheimlichen hin untersucht.
Marianne Leuzinger-Bohleber, Ilka von Zeppelin (Hg.)
Ulrich Moser, Psychische Mikrowelten – Neuere Aufsätze
(Schriften des Sigmund-Freud-Instituts, Reihe 2: Psychoanalyse im interdisziplinären Dialog, Band 1) Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2005
EUR 31,90 - ISBN 3-525-45165-2
Der Psychoanalytiker Ulrich Moser steht für Mut zu eigenem Denken in einer eigenen Sprache. Seine Erkenntnisse schärfen zum einen die Wahrnehmung komplexer klinischer Phänomene, zum anderen regen sie zu eigenen Versuchen theoretischer Durchdringung und sprachlicher Gestaltung zu.
Schriften - Unterreihen
Reihe 1
Klinische Psychoanalyse: Depression
Reihe 3
Psychoanalytische Sozialpsychologie












