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Tagung
Psychologie der Nachhaltigkeit – Nachhaltigkeit als Lebenskunst

Tagungsleitung: Rolf Haubl, Universität Frankfurt und Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt;  Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing; Manuel Schneider, Selbach-Umwelt-Stiftung, München
Ort: Evangelische Akademie Tutzing, 28.-30.3.2008


Nachhaltigkeit als Lebenskunst: Was bedeutet das, was kann das bedeuten? Was passiert, wenn Nachhaltigkeit und nachhaltige Ent¬wicklung nicht nur in Sonntags- und evtl. auch noch Montagsreden postuliert werden, sondern wenn damit „Ernst“ gemacht wird? Und wie und wodurch geschieht dies? Braucht das Lebensnotwendige (die Nachhaltigkeit) die Lebenskunst, um Eingang in unser Leben zu finden?
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, so die dazu passende Antwort eines berühmt gewordenen Graffiti-Spruchs. Was aber heißt nachhaltig gut? Gut für was? Gut für wen? Auch gut für den, der Gutes tut? Wie fühlt sich das an: Nachhaltigkeit als „Lebenskunst“? In dem Wort steckt Leben: ausprobieren, sich entwickeln, offen für Neues sein, aufmerksam Änderungen an sich und anderen wahrnehmen, sie bewusst erleben. Nachhaltigkeit ist nichts Starres, auch dann nicht, wenn es ums Bewahren geht, sondern Offenheit und Dynamik.
Zugleich gilt es aber, in der Offenheit Grenzen und (Selbst-)Begrenzungen zu finden und zu (be-)achten. Grenzen der Natur ebenso wie Grenzen im sozialen Raum. Limitierungen aller Art werden häufig als eingrenzend, behindernd und niederdrückend erlebt. Doch sie sind – recht bedacht – Voraussetzung für jede Art von Identität und Entwicklung. Wir definieren uns und unseren Lebensstil über Grenzen, wir entwickeln uns an Grenzen.
Auf diesen anstehenden Prozess eines persönlich und gesellschaftlich ebenso notwendigen wie attraktiven Wandels wollen wir uns auf der Tutzinger Tagung einlassen und über konkrete Erfahrungen von Änderungsprozessen uns austauschen.
Bei all dem geht es nicht nur um Einsicht in das, was notwendig ist, sondern letztlich immer auch um die Suche nach dem „nachhaltigen Glück“ bzw. dem Glück der Nachhaltigkeit: kein singuläres, sondern ein plurales, vielfältiges Glück – entsprechend der Vielfalt an menschlichen Lebensformen, Lebensphasen und Lebensentwürfen.
Alle, die an diesen Fragen interessiert sind, die sich in ihrem Lebensstil daran orientieren (wollen) und alle, die in ihrem gesellschaftlichen Engagement an der Umsetzung von Nachhaltigkeit in Alltag und Beruf arbeiten, sind sehr herzlich zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch nach Tutzing eingeladen.

Prof. Dr. Rolf Haubl, Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt am Main
Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Manuel Schneider, Selbach-Umwelt-Stiftung, München


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Einen Flyer der Veranstaltung finden Sie -> hier (PDF-File).