Veranstaltungen

Tagungen und Workshops


2. Deutscher Neuro-Psychoanalytischer Kongress

Depression im Neuro-Psychoanalytischen Dialog

11. /12. September 2009

Frankfurt a.M.
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Campus Bockenheim, Hösaalgebäude


Veranstalter:
Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V.
Sigmund-Freud-Institut


Zum Hintergrund

Der Dialog zwischen Neurowissenschaften und Psychoanalyse entfaltet sich zunehmend. Ein Beispiel dafür war die Debatte im Oktober 2008 am University College in London, wo der mögliche Einfluss der Neurowissenschaften auf die Psychoanalyse diskutiert wurde. Mark Solms, der diesen Dialog zwischen beiden Wissenschaften unter dem Begriff „Neuro-Psychoanalyse“ konzeptualisiert hat und den Einfluss der Neurowissenschaften für relevant hält, konnte die Debatte vor einer beachtlichen Anzahl von Psychoanalytikern mit großer Mehrheit für sich entschieden.

In der Zwischenzeit gibt es verschiedene Auffassungen von Neuro-Psychoanalyse. Dieser Kongress befasst sich mit dem Dialog zwischen zwei gut definierten wissenschaftlichen Bereichen und betrachtet die Neuro-Psychoanalyse als eine Form des interdisziplinären Dialogs.

Als wir, die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V., unseren 1. Kongress 2006 in Düsseldorf veranstalteten, war unsere Idee, diesen Dialog auf der Schulbank der klinischen Arbeit zu führen. Aufgrund unserer Teilnahme und Erfahrungen in der Frankfurter Forschungsgruppe, die von Marianne Leuzinger-Bohleber ins Leben gerufen wurde, und  in welcher wir die psychoanalytische Methode in der Arbeit mit neurologischen Patienten anwendeten, baten wir psychoanalytische Kollegen, uns mit Erfahrungen aus der klinischen Arbeit mit neurologischen Patienten zu bereichern. Eine Umfrage nach dem Kongress ergab, dass weitere Kongresse stattfinden sollten, um die Forschung und ihre Ergebnisse darzustellen und zu diskutieren.

Das hat uns veranlasst, einen neuen Kongress auf den Weg zu bringen. Marianne Leuzinger-Bohleber war nicht nur bereit, unsere erste Rednerin zu werden, sondern bot uns auch die Zusammenarbeit mit dem SFI an. Durch ihren Einstieg in dieses Projekt und ihre Erfahrungen als Psychoanalytikerin, besonders aber durch ihr Interesse und Engagement zum interdisziplinären Austausch im Dialog mit anderen Wissenschaften, ist es gelungen, ein Program auf die Beine zu stellen, Für das wir Neurowissenschaftler und Psychoanalytiker wie Norman Doidge aus Toronto/New York, David Taylor aus London, Anna Buchheim aus Innsbruck, Hans Böker aus Zürich, Horst Kächele aus Ulm und Georg Northoff aus Magdeburg, alles ausgewiesene Experten, gewinnen konnten.

Sie werden eine hochrangige Diskussionsmatrix anbieten, die wir mit den klinischen Arbeiten, die in den Fallbesprechungen am Samstagnachmittag dargestellt werden, und den Ideen und Theorieansätzen, die sich daraus entwickeln, vergleichen können. Wir hoffen, Sie in großer Zahl zu diesem spannenden Kongress begrüßen zu können.

Marianne Leuzinger-Bohleber
Klaus Röckerath
Laura Viviana Strauss
 

Programm

Das Programm der Tagung finden Sie -> hier.