11th JOSEPH SANDLER RESEARCH CONFERENCE 2010

Persisting Shadows of Early and Later Trauma
100 years International Psychoanalytical Association
50 years Sigmund Freud Institut
20 years IPA Research Conferences


Lange Schatten früher und später Traumatisierungen
100 Jahre Internationale Psychoanalytische Vereinigung
50 Jahre Sigmund-Freud-Institut
20 Jahre IPA Forschungskonferenzen


Friday, February 5 to Sunday, February 7, 2010

Johann Wolfgang Goethe-Universität, Campus Westend, Nebengebäude
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main
 


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns sehr, Sie zu der Joseph Sandler Research Conference 2010 einzuladen, die zum dritten Mal in Frankfurt/Main stattfindet. Joseph Sandler rief – zusammen mit führenden Forschern und Klinikern der internationalen Psychoanalyse – diese Konferenz ins Leben, um den Dialog zwischen klinisch und empirisch Forschenden im Feld der Psychoanalyse zu intensivieren. Joseph Sandler war u. a. Präsident der International Psychoanalytical Association, Freud Memorial Professor am University College London (UCL) und an der Hebrew University Jerusalem. Er war von 1986 bis 1990 Gastwissenschaftler am Sigmund-Freud-Institut. Es war ihm ein Anliegen, Brücken zu bauen zwischen Klinikern, die vorwiegend in ihrer Privatpraxis arbeiten und psychoanalytischen Forschern verschiedenster Ausprägung, die in Institutionen arbeiten.

2010 feiert die Internationale Psychoanalytische Vereinigung ihr 100-jähriges Jubiläum. Es ist ein glückliches Zusammentreffen, dass gleichzeitig die Forschungskonferenzen der IPA ihr 20-jähriges Bestehen und das Sigmund-Freud-Institut sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Wir freuen uns, diese Jubiläen als eine Gelegenheit zu nutzen, den Austausch zwischen Forschern der IPA und dem Sigmund-Freud-Institut fortzusetzen und zu intensivieren.

Die Konferenz nimmt eines der zentralen Themen der heutigen Psychoanalyse auf: Lange Schatten früher und später Traumatisierungen. Die transgenerative Weitergabe von Extremtraumatisierungen wurde in der klinisch-psychoanalytischen Arbeit mit Überlebenden des Holocaust erstmals erkannt und beschrieben. Inzwischen haben jahrelange Forschungen aufgezeigt, dass auch in anderen Familien Extremtraumatisierungen an die zweite und dritte Generation weitergegeben werden. Doch erst kürzlich entdeckten epigenetische Forscher, dass diese psychologischen Mechanismen genetische Korrelate aufweisen: Extrem-Traumatisierungen können sogar die Genstruktur der Betroffenen verändern, wie wir an dieser Konferenz diskutieren werden. Wir vertiefen daher den interdisziplinären Dialog zu diesen wichtigen Problemen und vergleichen den psychoanalytischen Forschungsstand mit Erkenntnissen aus empirischen und interdisziplinären Studien. Wir freuen uns, dass wir international ausgewiesene Experten für die Tagung gewinnen konnten.

Wir sind überzeugt, dass diese Tagung einen interessanten Austausch zwischen Psychoanalytikern, Psychotherapeuten und ihren interdisziplinären Gesprächspartner, aber auch anderen Berufsgruppen und einem interessierten öffentlichen Publikum, verspricht und hoffen, dass sie auf Ihr Interesse stößt.

Marianne Leuzinger-Bohleber       Peter Fonagy

-> Programm
 

Kongresssprachen sind Englisch und Deutsch.

Die Hauptvorträge werden in Deutsch oder Englisch gehalten und liegen in der jeweils anderen Sprache schriftlich vor.

Die Akkreditierung der Konferenz ist bei der Landeskammer für Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten Hessen, beantragt.
 

Das Programm

finden Sie -> hier.